Bergkirche St. Marien zu Schleiz

Begräbnisse in der Kirche und den Fürstengrüften

Im Kirchenschiff sind bei Sanierungsarbeiten 1979 - 1983 zahlreiche Gräber entdeckt worden.
Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Gräber von Schleizer Familien, die den Bau des Kirchenschiffes im 17. Jhdt. ermöglichten.

In den herrschaftlichen Grüften Bergkirche sind insgesamt über 90 Angehörige der Familien der Grafen und Fürsten Reuß bestattet. Nur die Fürstengruft von 1676 ist heute zugänglich. Die anderen Begräbnisse befinden sich unter dem Fußboden. 
Das erste bekannte Begräbnis stammt aus dem Jahr 1500. Heinrich der Mittlere von Gera wurde in der frisch erbauten Gruft unter der Turmkapelle bestattet. 
Die letzte Bestattung war im Jahr 1913. Fürst Reuss Heinrich XIV wurde in der Fürstengruft beigesetzt.

Die nebenstehende Grafik zeigt alle bekannten Begräbnisorte unter, neben und hinter der Kirche.


Die Alte Burgksche Gruft, kurz vor 1500 erbaut/ Erstbelegung 1500.  
Die Neue Burgksche Gruft wurde 1639 erbaut. Die baufällige Gruft wurde seit dem 15.10.2007 abgebaut.  PDF-Dokument
Ein Erdbegräbnis an gleicher Stelle nahm die sterblichen Überreste der ehemals hier Begrabenen auf. 

Die Fürstengruft wurde 1676 fertiggestellt und 1895 erneut renoviert. Die Fürstengruft wurde von 2008 - 2015 grundhaft saniert. PDF-Dokument

Begräbnisse im Altarraum und unter der Sakristei sind mindestens seit 1554 bekannt. Sie sind unzugänglich unter dem - seit 1896 - fest verlegten Fußboden. PDF-Dokument

Begräbnisse unter der Annenkapelle. (Früher bezeichnet als Kospother (Begräbnis-)Kirche, später Kospothkapelle.)
Bestattet ist hier - nach heutigem Erkenntnisstand - eine unbekannte Anzahl von Familienmitgliedern der Grafen Kospoth aus Schleiz/ Oschitz.

Weitere Begräbnisse, auch von einigen Schleizer Superintendenten, sind aus den schriftlichen Überlieferungen bekannt. Sie konnten jedoch bisher keinem Platz in der Kirche zugeordnet werden.