Arbeitskräftetausch -
Hilfe für eine trockene Bergkirchenwand auf dem kurzen Dienstweg
 
Bergkirchenbesuchern und Gemeindegliedern mit geschultem "Bauherrenblick" fiel es seit 2004 auf: Die Wandnische unter der Nordempore, dort wo zur Zeit die Elektro-Orgel steht, wurde immer feuchter. Grund: die kaputten Regenwasserschächte auf der Nordseite des Kirchenschiffes.
Bergkirchnerin Ulla Enderlein schlug Alarm, inspizierte und reinigte die Schächte. Mehrere Baueimer voll Müll und Dreck der letzten Jahre füllten sich. Nun floß das Regenwasser etwas schneller ab, allerdings blieben immer Restpfützen und sickerten zügig durch das Gemäuer nach innen. Zeitweise glänzte die Wand in der Kirche regelrecht vor Nässe. Es bestand dringender Handlungsbedarf - doch niemand handelte, weil kein Geld da ist und die Gemeinde mit der vakanten Pfarrstelle, deren Neubesetzung und weiteren Bauaufgaben genug zu tun hatte.
Anfang Oktober 2006, im Hinblick auf die endende Besuchersaison und das kommende Regenwetter, hatte Ulla E.  dann die entscheidende Idee: ihre Arbeitskraft im Tausch gegen die Arbeitskraft der Friedhofsarbeiter.

Konkret sieht das so aus: die Friedhofsarbeiter helfen mit Rat, Tat und Bagger bei der Neuverlegung der -kirchlichen- Dachentwässerung. Die Bergkirchnerin hilft der Friedhofsverwaltung bei der Entsorgung der -städtischen- Laubmassen auf dem Bergfriedhof.
Ein guter Tausch, denn die Erhaltung der Bergkirche liegt allen am Herzen, ebenso das gute Erscheinungsbild des Bergfriedhofes. "Derartige Schäden sollten mit geringem Aufwand beseitigt werden solange sie noch klein sind", so sind sich alle Beteiligten einig.

Die Arbeiten wurden in 2 1/2 Tagen erledigt von Jürgen Hildebrandt, Manfred Wunderlich und Ulla Enderlein.
Nun kann die Kirchenmauer langsam wieder trocknen!

alle Fotos und erstellt am 9. November 2006 von Ulla Enderlein
Wasserschacht
Bei Regen füllten sich diese Schächte und gaben das Wasser nur sehr langsam wieder ab. Zum Teil in die Kirche bzw. ans Fundament und z.T. in die Abwasserleitung. Bei Starkregen liefen die Schächte über und das Wasser floß direkt an die Kirchenmauer. Davon gibt's leider kein Foto.
Erdarbeiten Schachtarbeiten Schachtarbeiten
gesicherte Baugrube
Jürgen Hildebrandt auf dem Bagger
für die langen Strecken.
Manfred Wunderlich
schachtet per Hand.
Ulla Enderlein auch.
Das war
der Hammer!!!
Feuchte, steinige
und schwere Erde.
Damit niemand in die Grube fällt,
die er nicht gegraben hat!
Absperrung am Ende des ersten Tages.
Graben
Rohr in Graben
geschlossener Graben Baustelle
Der Graben war - dank des Baggers - schnell ausgehoben.
Noch macht es Spaß, aber dann ...
Das Verlegen der Rohre war eine Fummelarbeit, besonders die Anbindung an die alte Dachrinne.
Das Füllen des Grabens ging zur Hälfte gut mit dem Bagger. Die andere Hälfte war Handarbeit. Das Finale am 3. Tag!
Foto: Jürgen beim Verdichten
der Erde.