Reparatur der Sturmschäden am Schieferdach der Bergkirche 13. / 14. März 2007


Erklimmung des Bergkirchenturms

Dachdecker aus Hopfgarten reparieren Sturmschäden am Schieferdach der Bergkirche

Das war selbst für die geübten Dachdecker der Hopfgartener Sanierungsfirma Bennert eine Herausforderung - auf dem Turm der Schleizer Bergkirche arbeiteten sie gestern und vorgestern in einer Höhe von bis zu reichlich 50 Metern. Üblich für ihre Arbeit sind 35 bis 40 Meter. Aufregung war dabei, das versuchten sie nicht, schamhaft zu verbergen. Es waren zwei nicht alltägliche Arbeitstage. Doch sie haben auch diesen Schleizer Auftrag gemeistert, der auf die Zerstörungskraft von "Kyrill" im Januar zurückging. Am gestrigen frühen Nachmittag konnten sie sagen: Sturmschäden beseitigt.

"An vielen Stellen waren einzelne Steine herunter gerutscht oder gelockert. Am Turm aber gab es auch Flächen, wo etwa 15 Decksteine fehlten", erklärte Vorarbeiter Jens Henkel. Die jungen Männer arbeiten tagtäglich an meist denkmalgeschützten Gebäuden, vor allem Schlösser, Burgen und Kirchen. Ihr Weg führt sie durch ganz Thüringen und darüber hinaus. Ein interessanter Beruf, der gleichzeitig Fitness abverlangt und entwickelt - und von Vorübergehenden, wie auch gestern auf dem Schleizer Bergfriedhof, hoch respektiert wird. Von etwa 30 Dachdeckern der Firma haben sich 20 auf diese "gerüstlose Tätigkeit mit Alpintechnik auf Dächern" in Lehrgängen spezialisiert. Als Freizeitsport betreiben sie ihn nicht. Und auch Urlaub, so verrieten sie, machen sie wie jedermann mit den unterschiedlichsten Interessen. Der Hang zu hohen Bergen ist nicht ausgeprägt.

Heute sind die sechs schon wieder teils in Erfurt, Gotha und Bad Sulza unterwegs. Wieder geht es hoch hinauf. Aber nicht so hoch wie in Schleiz. Das Städtchen wird ihnen in Erinnerung bleiben, Andreas Herbarth zum Beispiel "der tollen Blick von oben" über das Wisentatal.

Von OTZ-Redakteurin Judith Albig Schleiz.
14.03.2007   




Dacharbeiten

Vom 18. zum 19 Januar 2007
hatte der Sturm "Kyrill" deutschlandweit gewütet.
Das hohe Dach der Bergkirche
war dabei beschädigt worden.

Arbeit in mehr als 50m Höhe.
Manch Vorübergehende schaudert's
schon beim Hochschauen.


Dachschaden
Dacharbeiten
Dachschaden
Dokumentation der Dachschäden

Dachschaden Dachschaden
Dacharbeiten
Dokumentation der Dachschäden Die Ausführenden

Fotos: Dachdecker (6) Judith Albig (2), Seite erstellt am 15. März 2007 von Ulla Enderlein
Danke für die unkomplizierte Bereitstellung der Fotos!